Filine bloggt

Lifestyle, Familie, Reisen, Food
Colomba
Allgemein Backen

Italienischer Kuchen zu Ostern – Colomba Pasquale

Heute habe ich einen traditionellen Kuchen, den ich euch in einem Bericht über italienische Traditionen bereits einmal gezeigt habe. Die Colomba bekommt heute noch einmal die volle Aufmerksamkeit, weil Ostern quasi schon vor der Tür steht. Und warum nicht einmal mit einem italienischen Kuchen auf der Kaffeetafel Eindruck schinden. Vor allem wenn es sich um einen so herrlichen lockeren Kuchen mit einer unglaublich leckeren Glasur handelt.

Colomba

Die Colomba Pasquale – Ostertaube

Die Colomba wird in vielen Regionen zu Ostern gebacken und auch an Verwandte und Freunde verschenkt. Gebacken wird sie in einer Papierform, die eine Friedenstaube mit aufgespannten Flügeln darstellt. Laut Legende sollen in der Schlacht von Legnano im Jahr 1176 zwei Tauben den Frieden eingeläutet haben und seitdem wird die Colomba in einer Taubenform gebacken.

Übrigens nicht nur die Colomba ist aus dieser Legende entstanden. Jedes Jahr werden in einer Gedenkmesse in Mailand zur Erinnerung an das Ereignis zwei Tauben freigelassen. Die Zubereitung der Colomba ist alles in allem sehr zeitaufwendig, da er sehr viele lange Ruhezeiten zwischendurch hat. Aber man wird wirklich mit einem tollen Ergebnis belohnt, daher sollte man wenigstens einmal eine Colomba gebacken haben!

Colomba Rezept

Die Colomba schmeckt im Teig sehr natürlich mit feinen Aromen, dafür zaubert die Glasur eine wunderbare Süße. Die kandierten Orangen und Mandeln geben dem Kuchen den besonderen Biss. Angefangen wird mit einem Sauerteig, der aus 20g geriebenen Obst, 40g Mehl und 20 ml Mineralwasser hergestellt wird. Nach 48 Stunden ist er bereit zur weiteren Verarbeitung und somit geht es erst dann ans Backen der Colomba.

Colomba

Für den Hauptteig benötigt man:

  • 60g reifen Sauerteig
  • 70g Zucker
  • 100g Mineralwasser
  • 1 Eigelb
  • 60g zimmerwarme Butter
  • 200g Mehl

Zum Sauerteig werden nach und nach das Wasser und das Mehl hinzu gegeben und für 15 Minuten geknetet. In dieser Zeit wird auch der Zucker langsam eingearbeitet. Dann kann die Butter und das Eigelb hinzu gegeben werden und der Teig muss wiederum für 25 Minuten geknetet werden. Wenn der Teig danach für 12 Stunden bei 25°C geruht hat, wird er sein Volumen verdreifacht haben. Weiter geht es mit dem Zusatz zum Hauptteig:

Zusatz Hauptteig

  • 50g Mehl
  • 50g Zucker
  • 3g Salz
  • 2 Eigelb
  • 80g Butter
  • 1g Malz
  • 175g kandierte Orangen
  • 10g Honig
  • etwas Zitronenschale
  • 1 Messerspitze Vanillemark

Nach der Ruhezeit werden alle Zutaten, außer den kandierten Orangen und einem Eigelb in den Hauptteig eingearbeitet. Wenn alles gut vermengt ist, kommt das letzte Eigelb mit den kandierten Orangen hinein und der Teig wird für 40 Minuten geknetet. Der Teig kann dann in die Colombaform gegeben werden. Dafür wird er am besten in drei Teile geteilt – für die Flügel und den Hauptteil. Die Form sollte etwa halbvoll sein. Die letzte Ruhezeit von 7 Stunden kann beginnen und dann fehlt nur noch die Glasur.

Glasur

  • 100g Mandeln
  • 6g gehackte Bittermandeln
  • 240g Zucker
  • 1 Eiweiß
  • 18ml Olivenöl
  • 1g Backsoda

Die Mandeln werden ganz fein gehackt und zusammen mit den anderen Zutaten im Mixer für 4 Minuten gemixt. Dann kann die Glasur auf dem Teig verteilt werden. Typischerweise wird der Kuchen mit Mandeln und Hagelzucker garniert, ich habe ganze Mandeln und Kandis genommen. Die Colomba muss 50 Minuten bei 180°C backen und dann noch für ein paar Stunden auskühlen. Die Form habe ich mal von der lieben Annette von der Fattoria La Vialla erhalten. Es sind wie in Italien üblich Papierformen.

Colomba

Colomba

Es hört sich nach viel Aufwand an, aber es lohnt sich wirklich! Gegessen wird er traditionell als Nachtisch zum Osteressen, daher passt zur Colomba ein süßer Dessertwein. Welcher wäre da besser als der mehrfach Gold-prämierte Vin Santo Occhio di Pernice von der Fattoria La Villa, der in einem aufwendigen Herstellungsprozess entsteht? Natürlich kann man die Colomba aber auch zum Kaffee am Nachmittag oder mit etwas Butter und Konfitüre zum Frühstück genießen.

Liebe Grüße, Alessia

5 Kommentare

  1. Liebe Alessia.
    Das hört sich wirklich nach sehr viel Arbeit an. Ich habe eben auch zum ersten Mal von Colomba gehört. Ich finde es toll, dass du uns beim Genießen nach Italien geführt hast.
    LG Sabine

  2. Ich kenne die kleinen Colombine Teile, die nach Marzipan schmecken von Aldi. Meine Tochter meinte neulich „Marzipan-Vögel“ und ich wusste gar nicht, was die meinte. … Aber es sind anscheinend echt Tauben. 😀
    LG

Mit dem Absenden deines Kommentars stimmst Du automatisch dem Datenschutz unserer Seite zu!

%d Bloggern gefällt das: