Filine bloggt

Lifestyle, Familie, Reisen, Food
Ostertarte
Backen

Italienischer Osterkuchen mit Ricotta – die Neapolitanische Ostertarte

Diese Tarte ist etwas besonderes und wer Graupen mag sollte dieses Rezept unbedingt mal ausprobieren. Wer aber gar nicht auf Graupen steht darf diese auch durch Milchreis ersetzen. Aber vorerst möchte ich euch etwas mehr über diese Ostertorte erzählen. Vielleicht habt ihr ja auch italienische Freunde oder Verwandte die aus der Region Neapels stammen und die ihr gerne mal mit einer original neapolitanischen Ostertarte überraschen möchtet? Ich habe das Rezept etwas abgewandelt da ich mir nicht alle angegebenen Zutaten gefallen haben. Ihr seht das in den Angaben bei den Zutaten, die ich in Klammern gesetzt habe. Trotz der leichten Abwandlung kommt die Tarte dem Original ziemlich nahe.

Ostertarte

Die Pastiera Napoletana – Ostertarte 

Entstanden ist die Pastiera Napoletana wohl als Hommage an den Frühling. Allerdings gibt es einige Mythen dazu. Eine besagt, dass die Tarte während heidnischer Zeremonien entstanden ist, die abgehalten wurden um den Frühling zu begrüßen. Die andere besagt, dass es ein rituelles Brot darstellte, welches nach der Taufzeremonie gereicht wurde. Die heutige Version der Pastiera soll aber von einer Nonne aus einem Kloster stammen, die mit dieser Version die Auferstehung darstellen wollte.  Sie wollte das neue Leben mit bodenständigen Zutaten, frühlingshaftem Ricottakäse und Orangenessenzen des Klostergartens mischen.

Ostertarte

Aber unabhängig davon, wie die Tarte enstanden ist, hat sie nun schon eine lange Tradition. In den Familien ist es üblich sie zum Osterfest zu reichen. Typischerweise wird sie bereits an Gründonnerstag oder Karfreitag zubereitet, denn sie sollte ein paar Tage ziehen um all seine Aromen zu entfalten. Aber kommen wir zum Rezept:

Rezept – Neapolitanische Ostertarte

Vorbereitung:

Fangen wir mit den Graupen an. Im Originalrezept wird Grano Cotto verwendet; das ist vorgekochter Weizen im Glas. Da dieser hier so gut wie gar nicht zu bekommen ist, kann man sich sehr gut die Graupen selbst zubereiten. Im Original-Rezept werden 400 g Graupen benötigt. Um diese dementsprechend „backtauglich“ zu bekommen, legt man diese erst einmal über Nacht in Wasser ein. Ähnlich also wie man es mit Linsen machen würde. Dann kocht man die Graupen mit Wasser gar. Hier ist ein übliches Verhältnis 100 g Graupen auf 1 l Wasser. Ich mag gerne ein milchige Aroma und habe deshalb halb Wasser, halb Milch verwendet.Die Graupen sollten am Ende sehr dick von der Konsistenz sein. Wenn die gekochten Graupen abgekühlt sind, können sie später weiterverwendet werden.

Tipp: Übrigens genügt bei der Menganangabe der Graupen die Hälfte, da die Tarte dann auch viel lockerer und nicht so mächtig wird!

Tarteboden:

Jetzt kann der Tarteboden vorbereitet werden. der aus einem klassischer Mürbeteig besteht und relativ einfach ist:

  • 400 g Mehl Typ 00
  • 150 g zimmerwarme Butter
  • 100 g Rohrzucker
  • etwas Schale einer Bio-Zitrone
  • 3 Eier
  • Erbsen zum Blindbacken

Die Zutaten für den Teig (bis auf die Eier) werden mit der Hand zu einer krümeligen Masse vermengt. Dann werden die Eier dazu gegeben und alles zu einem glatten Teig vermengt. Der Teig sollte 1 Stunde in Klarsichtfolie gewickelt kalt gestellt werden. Dann kann eine Tarteform mit einem Durchmesser von 25 cm eingefettet werden. Rollt den Teig 0,5 cm dick aus und bedeckt damit Boden und Rand der Form. Den Rest für die Dekoration aufbewahren!! Der Teig sollte weitere 30 Minuten kühl stehen. Danach wird er bei 170°C mit den Backerbsen blind gebacken.

Ostertarte

Die Graupen-Ricotta Füllung der Tarte

  • 400 g Graupen (200g reichen auch aus – dann wird die Tarte lockerer!!)
  • 120 ml Milch
  • etwas Vanilleextrakt
  • 250 g Ricotta
  • 5 Eigelb
  • 200 g Puderzucker
  • 150 g Sukkade gehackt (ich habe hier einfach Walnüsse genommen)
  • Schale von einer Bio-Zitrone
  • 2 El Orangenblütenwasser (Orangenlikör geht auch)
  • 2 Eiweiß
  • Schlagsahne oder Ricottacreme zum Servieren

Für die Füllung werden die Graupen mit der Milch, dem Vanilleextrakt und der Hälfte der Zitronenschale noch einmal aufgekocht. Wenn sie die Flüssigkeiten und die Aromen aufgenommen haben, können sie vom Herd genommen werden und abkühlen.

Die Eigelbe schaumig aufschlagen und dann den Ricotta hinzugeben und kurz unterheben lassen. Dann den Puderzucker auf die Masse sieben, die Sukkade bzw. die Walnüsse, das Orangenblütenwasser sowie abgeriebene Schale hinzugeben und gut verrühren. Dann kann der Graupen-Mix untergehoben werden. Die Eiweiße werden separat in einer Schüssel aufgeschlagen und zuletzt vorsichtig untergehoben. Diese Graupen-Ricotta Masse wird dann auf den vorgebackenen Teig gegeben. Mit dem restlichen Teig kann dann zum Beispiel ein schönes Rautenmuster auf die Tarte gelegt werden. Die Tarte wird dann noch einmal bei 170 °C für 50 Minuten gebacken.

Nachdem sie abgekühlt ist, wird die Tarte mit Puderzucker bestreut und kann mit Schlagsahne oder einer Vanille-Ricottacreme serviert werden. Für die Ricottacreme einfach etwas Ricotta mit Vanillezucker und geschlagener Sahne verrühren.

Ostertarte

Ostertarte

Probiert sie doch auch mal aus und lasst sie euch schmecken!

Liebe Grüße, Alessia

7 Kommentare

  1. Oja, den würde ich auch so sofort essen. Nur zum Backen habe ich im Moment eher weniger Lust, weil wir noch mitten in den Vorbereitungen für unsere Erstkommunionfeier stecken.
    Liebe Grüße, Pamela

Mit dem Absenden deines Kommentars stimmst Du automatisch dem Datenschutz unserer Seite zu!

%d Bloggern gefällt das: